Musikerportraits


„Wish You Were Here….“ – ich bin überzeugt davon, dass jeder diesen Song kennt und ihn augenblicklich mitsingen oder zumindest mitsummen kann. Natürlich haben die Herren Waters und Gilmour nicht nur diesen phantastischen Song geschrieben, sondern auch solche Stücke wie „Shine On You Crazy Diamond“, „Fat Old Sun“, “The Happiest Days Of Our Lives” oder „Alan’s Psychedelic Breakfast“.

Einige Vinyl-Longplayer der „Pink Floyd“ stehen schon seit Jahren, nein, seit Jahrzehnten in meinem Plattenregal und darum hatte ich schon seit längerem die Idee, der Band mittels Farbe und Pinsel meine ganz persönliche Dankbarkeit für viele schöne, musikalische Stunden, Tage und Konzerte zu erweisen. Zudem ich den Gig aus dem Jahre 2002 – oje…schon so lange her – in der Lanxess Arena Köln noch in allerbester Erinnerung habe. Denn das war einer dieser Tage, an denen man in aller Ruhe barfuß durch das im Licht schimmernde Gras des Rheinufers schlendern konnte, ohne dabei in ein einziges Hundehäufchen getreten zu haben. Tage, die voller zuversichtlicher Leichtigkeit und positiver Grundstimmung ein wunderbares Zutrauen in das Leben geben.

Also suchte ich für den Hintergrund dieses Bandportraits grasgrüne und sonnengelbe Aquarellfarben aus, dazu ein klein wenig Ocker und Braun, und zeichnete anschliessend mit der Tuschefeder Gräser, Wolken, Blätter, Wellen und Wolken darauf. Die Herren der Band sind ebenfalls mit Tuschefeder und Aquarellpinsel gemalt. Mir schwebte von Anfang an vor, die Jungs in ihren noch jungen Jahren, eben aus der „Wish You Were Here“-Zeit, darzustellen.  Also blätterte und las ich tagelang in alten Songbüchern, Tourbooks und Plattenhüllen, legte dazu die eine oder andere ihrer Schallplatten auf, bis ich schliesslich fündig wurde.

Ja, und nun ist das Bild fertig – es ist 40 x 50cm groß, hat ein mattweißes Passepartout und dazu einen weißen Holzrahmen. Übrigens: wenn man auf die Bilder klickt, erhält man eine Grossansicht.

Wer meine Arbeiten kennt, der weiß, dass ich mich immer mit einer besonderen Hingabe auf Portraits „stürze“,  weil sie mir einfach am meisten Spaß machen.  Wenn man dann noch einen echten Typen wie James Harman zeichnen kann, ist das einfach nur Spaß pur.  Seit mehr als 40 Jahren nämlich bereichert James Harman als Sänger,  Harmonikavirtuose und Bandleader das Bluesgeschehen.  Stets zeigt er sich musikalisch traditionsbewusst, ohne dabei in Retro-Klischees zu verfallen, und somit gehört er meiner bescheidenen Meinung nach zu den besten weißen Mundharmonikaspielern überhaupt.  Da ich vor einiger Zeit die große Freude und das Vergnügen hatte,  seinen traditionellen Blues,  der wie immer sehr originell und unterhaltsam war,  live zu erleben,  stand James Harman schon seit längerem auf meiner „Portrait-Liste“.

Anfügen möchte ich hier noch, dass ich bei dieser Zeichnung nach einigen Fotos des von mir sehr geschätzten Konzertfotografen Volker Fröhmer gearbeitet habe.  Aber während das Bildnis an sich gut und zügig zu erarbeiten war, kam mir zuerst keine Idee,  wie ich den Hintergrund am besten gestalten könnte.  Er sollte das “Insichversunkene”,  Selbstvergessene und in gewisser Weise “Entrückte”  des Musikers zeigen,  der mit geschlossenen Augen, in der linken Hand die Harmonica, seinen Song vorträgt.  Die Idee kam dann ganz plötzlich  in meinem Büro, als ich während eines Telefonats wie immer auf meiner Schreibtischunterlage herumkritzelte: Blätter, Wellen, Kreise und Kringel entstanden da und ergaben ein tranceartiges Muster.  Mir fiel ein, dass es ein ähnlich ins Auge fallendes, großzügiges Blattmuster auch auf dem Hemd des Herrn Harman zu sehen gibt und somit hatte ich große Lust, analog zu meinen Telefon-Kritzeleien den Hintergrund auszuarbeiten.

Gezeichnet ist dieses Portrait ( zur Großansicht bitte auf das Bild klicken)  mit Pastellstiften, Pastellkreide, Graphitstift und Tinte, dazu habe ich ein zartgraues Passepartout und einen breiten, tiefdunkelblauen Rahmen ausgesucht.

Und wer sich jetzt gern das von mir gezeichnete Portrait eines anderen großartigen Harpspielers anschauen möchte, nämlich das von Charlie Musselwhite, der kann dann mal hier klicken (…klick…)

Nachtrag vom 24.04.2012:

Heute habe ich gesehen, das James Harman dieses Bild auf seiner website veröffentlicht hat. Leider ohne meinen Namen zu nennen – aber ich werde ihn diesbezüglich mal anschreiben … Wer mal schauen möchte, kann hier klicken:

http://www.jamesharman.com/fr_home.cfm

Wer hat eigentlich erzählt,  Grüße per Postkarte wären unnötig, uncool, unliterarisch oder sonst irgendwie entbehrlich und besser nicht da?  Hallo?  Sind sie nihicht!

Denn ab heute werde ich Neujahrsgrüße verschicken.  Motiv ist in diesem Jahr meine Zeichnung des jungen Bob Dylan, deren Entstehungsweise ich hier (… klick…) näher beschrieben habe.  „Die Zeiten, sie ändern sich“,  so lautet der Text auf der Karte in deutsch, englisch, spanisch und kroatisch – ja, weil ich nämlich ein paar kroatische Wurzeln großväterlicherseits habe.  Und dann ist „The Times They Are A`Changing…“  sowieso seit ewigen Zeiten einer meiner Lieblingssongs, und so seltsam es ist,  so weh es manchmal tut,  so unvorhersehbar es ist,  es ist so schön,  das Leben,  nicht nur in diesen Tagen.

Übrigens, wer gern eine dieser Karten hätte und nicht in meinem Adressbuch steht, kann sich gerne bei mir melden!

Buntstifte und Pastellstifte kann man auch kombinieren, wie es hier in meinem Porträt des Bluesmusikers Robert Lockwood dargestellt ist ( zur Großansicht bitte auf das Bild klicken). Eine Zeichnung mit Pastellstiften, die zumeist sehr malerisch wirkt, kann durch grafisches Überzeichnen mit Buntstiften eine nachträgliche Klarheit bekommen. Umgekehrt kann eine Zeichnung mit Buntstiften weicher und diffuser werden, wenn sie nachträglich mit Pastellstiften überarbeitet wird. Für dieses Porträt  einer der „Last of the great Mississippi Delta Bluesmen“ habe ich nur wenige Farben benutzt, Ocker, Siena, Umbra, Grau, Schwarz und etwas Blau. Gezeichnet ist auf Hahnemühle Zeichenpapier 120g in DIN A3, welches ich quadratisch zurechtgeschnitten habe. Die Person, die Gitarre und auch die Hand sind relativ genau und realistisch gezeichnet, während der Hintergrund im Diffusen verschwimmt und nur eine schwach angedeutete Landschaft zeigt. Denn das Wichtige hier auf dieser Zeichnung ist der Mensch Robert Lockwood, der für seine Musik, seinen Blues, lebte und dies sein ganzes langes Leben lang. Dieses Porträt ist eines aus meiner Serie „The Blues Is Still Alive -  Porträts alter Bluesmänner/Bluesfrauen“, die ich mit Zeichnungen von Stadt- und Landansichten aus dem Süden der USA kombiniert habe.

Und wer jetzt gern mal einen Song von Robert Lockwood sehen und hören möchte, der kann dann mal hier klicken:

Charlie Musselwhite, den “Grand Old Man” des Blues, lernte ich in Köln während eines Interviews für einen Radiosender kennen. Ja, natürlich war ich vorher etwas nervös, denn einem der großartigsten und weltbesten Blues-Harmonica Spielern gegenüber zu sitzen, der 14 W.C. Handy Awards und 6 Grammy Nominierungen erhielt, ist schon etwas Außergewöhnliches. Als ich ihn fragte, ob ich ihn portraitieren dürfe, schaute er zunächst überrascht, sagte dann aber freudig und auch neugierig zu.

Als Untergrund für sein Portrait ( zur Grossansicht bitte auf das Bild klicken) suchte ich dickes, braunes Packpapier aus, so wie es überall im Papierhandel oder Kaufhaus für wenig Geld zu erwerben ist. Denn dadurch ergibt sich sogleich eine warme und geschlossene Atmosphäre, so wie sie auch in Charlie Musselwhite`s Songs immer wieder zu spüren und zu erleben ist. Seine herzliche Freundlichkeit und Bescheidenheit, die man von solch einem Superstar gar nicht  erwarten mag, möchte ich dem Betrachter mittels des offenen, zugewandten Blickes und des leicht geneigten Kopfes vermitteln.

Das gesamte Portrait ist mit dicken, eckigen Pastellkreiden ausgeführt ( Soft-Pastells von Faber Castell) und zwar denen in der ungebrannten Form. Diese sind weicher und haften auch besser als die Gebrannten. Mit der Breitseite kann man schnell und einfach den Hintergrund und die Flächen gestalten, mit der Kante die feineren Linien und Details. Beim zügigen Arbeiten sollten die Striche kraftvoll und sicher ausgeführt werden und den Charakter und die Natürlichkeit der Person unterstreichen. Ich habe nur wenige Farben benutzt, Rauchgrau, Cadmium Rot-Orange, Weiß und Schwarz. Es gibt noch einige weitere Portraits von Charlie Musselwhite, die ich hier nach und nach noch präsentieren werde.

Und dies sind sie, seine netten Worte, die per mail über den halben Erdball geflogen kamen, nachdem er die Porträts, die ich von ihm malte und per jpg sandte, angeschaut hatte:
“Hi Rosie,
So nice to hear from you. Thank you very for the pictures – it looks fantastic – I look forward to seeing in person one day. I am very flattered that you would devote any attention to me.
Kind wishes and many thanks, Charlie
PS: I am on a seven week tour right now with Mavis Staples and The North Mississippi Allstars and it’s a wonderful and it’s a lot of fun going down the road on the bus with all these folks.
Sent via BlackBerry by AT&T”

Keine Frage, dass Charlie Musselwhite aus Memphis  immer zu meinen Lieblingsmusikern gehören wird….Übrigens: rechts auf dem Foto ist Richard Bargel, ein großartiger Bluesmusiker aus Köln, zu sehen.

Man sagt zwar immer, je dunkler der Untergrund, desto mehr leuchtet eine Pastellzeichnung. Aber ich finde, auch auf einem hellen Untergrund kann man einen strahlenden oder wie hier, einen sommerlichen und schimmernden Effekt erzielen. Man kann sich leicht vorstellen, dass dieses Porträt nicht in einem Raum entstanden ist,  denn die Sonne blitzt auf der Brille und leuchtet in den blonden Haaren, die im Sommerwind wehen. Die hellen Farben türkisblau und weiss, sowie die Kontraste, die auch durch die stellenweise nicht gezeichneten Konturen entstehen, unterstreichen diesen  Eindruck . Das Portrait des Singer/Songwriters ist mit dicken Polychromos Pastellkreiden gezeichnet,  die ich teilweise ganz leicht mit dem Finger oder einem Pinsel verwischt habe. Neuerdings habe ich auch Soft-Brush Gummipinsel dafür ( an die ich mich aber erst noch etwas gewöhnen muss). Dieses Verwischen kann man  zum Beispiel gut bei dem Shirt sehen oder bei Stirn und Nase. Manchmal reicht es aber auch, nur ein wenig mit dem Finger auf die Kreide zu tupfen. Da Pastellkreide  sehr leicht verwischt und manchmal auch ein wenig krümelt, lege ich die Zeichnung zwischendurch immer wieder auf eine große Zeitung und fixiere sie mit einem Spray, zum Beispiel mit dem Aerospray Pastell Fixativ von Schmincke.

Das Portrait ist 30 x 50 cm groß, bekam ein mattweißes, leicht strukturiertes Passepartout und einen schmalen Rahmen aus hellem Holz.

Die Idee zu diesem Porträt von Jimi Hendrix kam mir, als ich während eines Telefonates im Büro auf meiner Schreibtischunterlage herumkritzelte. Ein psychedelisches Muster entstand, ein Wust kringeliger Locken und eine Art wellenförmiger Sonne. Die Assoziation zu Jimi Hendrix erschien mir unverkennbar!

Also nahm ich das Blatt mit nach Hause, suchte mir ein altes Plattencover von Jimi Hendrix heraus und machte mich an die Arbeit.  Das „Kritzeln“ wollte ich auf jeden Fall beibehalten, nahm mir dafür zuerst mal einen Kugelschreiber und in einer zweiten Variante dann einen sehr altmodischen Mont Blanc-Füllfederhalter und kritzelte Jimi mit schnellen Strichen auf das Papier.  Dazu wählte ich raues, braunes, geripptes Ingrespapier in 100g Stärke aus, auf dem der Stift, bzw. der Füllfederhalter teilweise etwas „hakt“, was einen schönen Effekt ergibt.  Das psychedelische Muster ringsherum, das an eine wabernde Sonne oder einen Scheinwerfereffekt erinnert, habe ich mit wasservermalbaren Buntstiften in gelb und rot gezeichnet. Diese sind etwas cremiger als normale Buntstifte und werden mit einem mehr oder weniger feuchten Pinsel laviert.

Da ich so richtig in Schwung war, habe ich von diesem Motiv eine ganze Serie gezeichnet  und zwar in verschiedenen Farb-,  Papier- und Hintergrundvarianten, die sehr dekorativ nebeneinander gerahmt aussehen.

Oha….wer hier schon eine gewisse Zeit lang mitliest, der staunt jetzt, denn der- oder diejenige weiß natürlich, dass ich hier schon mehrere meiner Portraits von Bob Dylan besprochen und erläutert habe. Also noch eines? Ja, noch eines.

Bei diesem Portrait ( zur Großansicht bitte auf das Bild klicken) habe ich, bevor ich mit der Ausarbeitung des eigentlichen Bildnisses begann, vorab schon mal eine teilweise Untermalung aus Aquarellfarben auf einem leicht rauen Aquarellpapier angelegt. Nachdem ich dies nämlich einmal vor vielen Jahren bei einem Amsterdamer Maler beobachtete, den ich  in seinem chaotischen Atelier besuchen durfte, mache ich das  des öfteren so, denn ich halte dies für eine definitiv gute Idee. Wie man sieht, ist diese Untermalung hier nicht ganzformatig aufgetragen, sondern ich habe damit für das Bild, bzw. den hinteren Breich desselben, wichtige Farben und Formen des Motivs vorgegeben, so wie ich sie für den unrealen Hintergrund passend halte. Der Vorteil einer mehrfarbigen Untermalung ist, dass dadurch bereits verschiedene Farbflächen vorgegeben sind und somit später nicht mehr so viele einzelne Schichten aufgetragen werden müssen. Auch die Farbkomposition ist dann bereits stimmig angelegt. Hier sind zum Beispiel stilisierte Häuser mit Graphit und Kohle, ein Baum und seine verzweigten Äste mit Tinte (ja, auch die gehört zu meinen Zeichen-Utensilien), ein Textfragment mit Graphitkreide und die Räder mit Farbstift und Tinte über der Untermalung platziert. Auf diese Art und Weise entsteht eine assoziative Gedankenwelt, eine Versuchsanordnung, deren Gestaltung die Bildidee, einen der einflussreichsten Musiker (und auch Dichter und Maler) des 20. Jahrhunderts zu portraitieren, ausmacht.

Ach ja, bei dieser Gelegenheit möchte ich jetzt mal nicht nur Bob Dylan, sondern all jenen Menschen danken, die nach wie vor ihre Zeit und Kreativität verschwenden, Dichten, Musizieren, Malen, Schreiben, Philosophieren und sich anderer Leute Köpfe zerbrechen und unsere Horizonte erweitern.

Dieses Bob Dylan`s Porträt ist 50 x 70 cm groß, hat ein helles, strukturiertes Passepartout und wird vervollständigt mit einem schmalen schwarzen Rahmen. Und wer sich gern noch weitere meiner Porträt`s von Bob Dylan anschauen möchte, der kann dann bitte mal ganz oben auf die Registerkarte „Portfolio“ klicken. Oder wer dazu mal die jeweiligen Erläuterungen meiner Vorgehensweise, bzw. Maltechnik lesen möchte, der kann dann mal hier klicken ( klick*) oder hier ( klick *) oder hier ( klick*).

Jeder, der mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, weiß, wie begeistert ich bin, wenn ich ganz besondere, ausdrucksstarke „Typen“ vor meinen Bleistift bekomme. Wobei das Wort „Typ“ hier natürlich sehr, sehr positiv gemeint ist. Joshua Davidson von der Band „Mighty Orq“ ist solch eine Person. Üblicherweise tritt Herr Davidson in Jackett mit Krawatte und Häkelmütze auf die Bühne, was natürlich für meine Zeichnung ein schöner „Eyecatcher“ ist.

Meine Arbeit beginne ich immer mit einer Grobskizze. Hierbei werden die Pose und die Proportionen definiert. Ich zeichne zuerst mit meinem schon ziemlich in die Jahre gekommenen, metallenen Staedtler-Drehbleistift und mit feiner Mine, zumeist 0,5 mm. Dies mache ich zum einen Teil aus alter Gewohnheit, da der filigrane Strich beim Ausarbeiten nicht mehr sichtbar ist und sich somit hervorragend zum Vorzeichnen eignet. Zum anderen Teil aber auch deswegen, weil die dünnen Linien noch nicht so endgültig wirken, wie stärker ausgeführte. Wenn ich mit der Skizze zufrieden bin, ziehe ich mit variablen Linien, die durch Stiftdruck dicker oder dünner sind, die Umrisslinien so in etwa nach und lege auch schon ein paar Schattenbereiche an. Dazu benutze ich Bleistifte in verschiedenen Stärken. Dann ist es an der Zeit, frei Hand den Hintergrund zu definieren und auch schon in etwa farblich anzupassen. Auch hier bei diesem Portrait habe ich wieder einen ungegenständlichen Hintergrund gewählt, der noch mehr Dynamik und Energie in das Portrait bringen soll, als Herr Davidson sowieso schon hat ( zur Großansicht bitte auf das Bild klicken). Das fertige Portrait ist 50 x 70 cm groß, hat ein elfenbeinfarbenes, mattiertes Passepartout und einen dunkelgrauen Rahmen.

Und wer dann mal möchte, kann sich gern weitere MusikerInnen-Portraits oben unter der Rubrik „Portfolio“ anschauen.

Einer meiner liebsten Songs von Bob Dylan ist seit jeher „My Back Pages“. Dieser Song entstand 1964 und hat meiner bescheidenen Meinung nach bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Jedes Jahr an meinem Geburtstag im Januar sage ich mir: „Ah, but I was so much older then, I`m younger than that now….” Darum habe ich mir überlegt, dieses Portrait ( zur Großansicht bitte in das Bild klicken)  in eine ruhige und stille „Winterlandschaft“ zu setzen und auch nur ganz wenige sanfte und matte Farben zu verwenden.

Die besondere Atmosphäre in diesem Song mit einem Portrait des jungen Bob Dylan zusammen zu bringen, war für mich wieder einmal eine besonders verlockende Herausforderung. Zuerst habe ich meine Ideen hierzu in einige Skizzen umgesetzt, um die Person und die sie umgebenden Elemente sicher zu platzieren und die richtigen Proportionen zu finden. Man darf nicht vergessen, dass jedes Porträt schon gleich von Beginn an ein gewissenhaftes und systematisches Arbeiten erfordert. Dabei ist es wichtig, auch die Lage und Größe der Details zu beachten, hier z.B. das Muster des winterlichen, dicken Strickpullovers oder die blattlosen Zweige der Bäume, die gegen die dunkle Nacht leuchten. Ganz besonders lege ich auch immer Wert auf die farbige Darstellung der Haut, denn diese muss meiner Meinung nach so klar und frisch wie möglich sein. Man darf nicht den Fehler machen, die Farbe zu dick aufzutragen, denn dadurch wirkt die Haut schmutzig und fahl. Hier habe ich sehr feine und transparente Pastellkreide benutzt, die ein subtiles Reflektieren des darunter liegenden Papiers erlaubt, wodurch der Haut ein schöner Schimmer verliehen wird. So beginne ich immer mit einem ganz leichten und zarten Farbton, der dann schrittweise von etwas intensiveren Farben überlagert wird. Ich beobachte beim Zeichnen ständig den Eindruck und die Stimmung des gesamten Bildes, während ich überlege, welche Lichtstellen und hellen Bereiche so bleiben können, wie sie sind, und in welcher Intensität ich die dunkleren und dunkelsten Schattierungen gestalten möchte.

Bob Dylan`s Porträt ist 40 x 50 cm groß, hat ein helles, strukturiertes Passepartout und wird vervollständigt mit einem schmalen schwarzen Rahmen. Und wer sich jetzt gern noch weitere meiner Porträt`s von Bob Dylan anschauen möchte, der kann dann bitte mal ganz oben auf die Registerkarte „Portfolio“ klicken.

Nächste Seite »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 59 other followers