In unserer gemeinsamen, spannenden Blogparade „10*Wochen*10 Blogs*10 Künstler*10 Werke“ wurden während unserer Aktion insgesamt 10 Original-Kunstwerke verlost. Wer mag, kann hier noch einmal Näheres zu dem Thema nachlesen 12. April „Kunst umsonst“ (klick).   Mein “Giveaway” des Projektes, nämlich ein Portrait des großartigen Jimi Hendrix, betitelt  “Hush”,  ging auf die Reise nach Italien und zwar zu Sybille. Yeah! Und nun kann hier jeder mal sehen, wie Jimi Hendrix ganz lässig an Sybilles “musikalischer” Wand über dem Klavier hängt…

Übrigens: die anderen Bilder sind von der talentierten Sybille Tezzele-Kramer selbst gemalt!

Liebe Leserinnen und Leser, die neunte und somit die vorletzte Blogparadenwoche findet diesmal bei mir statt! Und los geht es mit meiner Frage zu unserer Aktion „10*Wochen*10 Blogs*10 Künstler*10 Werke“. Sie lautet:

Schafft Kunst Illusion?

Sollten sich Bilder zuerst dazu bekennen, Bilder zu sein, und dann zugeben, dass jedes Bild eine Täuschung ist, eine Illusion, nichts anderes als ein bemaltes Objekt?Ein Gemälde stellt etwas Wirkliches dar, aufgrund dessen der Künstler die Illusion schafft. Das heißt, dass die Idee, die ein Maler zu verwirklichen trachtet, etwas Rea­les besitzt, die Wirkung, die hieraus resultiert, sich jedoch nicht mehr mit der Realität deckt. Also schafft der Künstler mit Hilfe der Wirklichkeit ein illusionäres Spiel um seiende und scheinende Existenz. Oder?

Mondrian sagte: „Kunst steht über jeder Realität. Sie hat keine unmittelbare Beziehung zur Wirklichkeit. Daher darf sie auch nicht an der Erfahrungswirklichkeit gemessen oder gar dieser nachgeordnet werden.“ – Frida Kahlo sagte: „Ich habe niemals Träume gemalt. Was ich dargestellt habe, war meine Wirklichkeit.“

Wie denkt Ihr darüber? Schafft die Kunst Wirklichkeit oder Illusion? Also, ich muss schon sagen – ich bin sehr gespannt auf die Diskussion und freue mich darauf. Am Sonntag verlose ich dann das obige Originalbild „Jimi Hendrix – Hush“ ( wasservermalte Pastellstifte, Graphit und Tinte auf Bütten von Hahnemühle 30 x 21 cm, Größe der Zeichnung ca. 15 x 15 cm) und zusätzlich noch ein Überraschungspaket der Firma Hahnemühle unter den Diskussionsteilnehmern. Jeder, der hier einen Kommentar zur obigen Frage schreibt, nimmt automatisch an der Verlosung teil. So, und nun hoffe ich natürlich noch, dass es interessant für uns alle wird und wünsche viel Glück!

P.S. Wer noch einmal nachlesen möchte, was es mit unserer 10-er Blogparade auf sich hat, der kann dann mal meinen Artikel vom 12. April „Kunst umsonst“ (klick) nachlesen.

Vielleicht habt ihr auch Lust, die vergangenen Diskussionen nachzulesen:

Andreas Mattern
Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten
Julia Tepasse
Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?
Oliver Kohls
Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?
Conny Niehoff
Sollte Kunst bezahlbar sein ?
Susanne Haun
„Wer oder was ist ein Künstler und warum?“
Anna Schüler
Ist Malerei ein Auslaufmodell?
Frank Hess
Darf Kunst auch einfach nur schön sein?
Helen Königs
Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?“ 

„Go Music“ ist eine monatliche Konzertreihe, die es seit 15 Jahren (ja, wirklich) gibt und die zumeist in immer den gleichen Clubs in der gleichen Reihenfolge stattfindet. Der Organistor der Reihe, Martin Engelien, übernimmt jedes Mal die Bedienung des Bass`s.  Zusätzlich sind aber immer andere Kollegen dabei, nämlich solche, die zu den interessantesten Musikern der nationalen und internationalen Musikszene zählen. Auch diesmal wurde eine namhafte Besetzung zusammengestellt, die sich sogleich zu Beginn im „WineLive“ in Düsseldorf, einem Bistro mit Weinbar, in einem ausführlichen Instrumental vorstellte:

„Crazy“ Chris Kramer , der 2010 den Deutschen Blues-Award als bester Harp-Spieler erhielt, dazu am Schlagzeug ein  energiegeladener junger Mann aus Stuttgart namens Bene Neuner , sowie an der Gitarre Rocco Wiersch aus Dortmund, dessen musikalische Qualitäten ich schon seit längerem sehr schätze. Da auf der Einladungskarte ein Abend „unplugged“ angekündigt war, erwartete ich ein relativ ruhiges Konzert, bei dem man locker minutenlang vor sich hin träumen kann. Doch es kam etwas anders. (weiterlesen…)

Die Idee zu diesem Porträt von Jimi Hendrix kam mir, als ich während eines Telefonates im Büro auf meiner Schreibtischunterlage herumkritzelte. Ein psychedelisches Muster entstand, ein Wust kringeliger Locken und eine Art wellenförmiger Sonne. Die Assoziation zu Jimi Hendrix erschien mir unverkennbar!

Also nahm ich das Blatt mit nach Hause, suchte mir ein altes Plattencover von Jimi Hendrix heraus und machte mich an die Arbeit.  Das „Kritzeln“ wollte ich auf jeden Fall beibehalten, nahm mir dafür zuerst mal einen Kugelschreiber und in einer zweiten Variante dann einen sehr altmodischen Mont Blanc-Füllfederhalter und kritzelte Jimi mit schnellen Strichen auf das Papier.  Dazu wählte ich raues, braunes, geripptes Ingrespapier in 100g Stärke aus, auf dem der Stift, bzw. der Füllfederhalter teilweise etwas „hakt“, was einen schönen Effekt ergibt.  Das psychedelische Muster ringsherum, das an eine wabernde Sonne oder einen Scheinwerfereffekt erinnert, habe ich mit wasservermalbaren Buntstiften in gelb und rot gezeichnet. Diese sind etwas cremiger als normale Buntstifte und werden mit einem mehr oder weniger feuchten Pinsel laviert.

Da ich so richtig in Schwung war, habe ich von diesem Motiv eine ganze Serie gezeichnet  und zwar in verschiedenen Farb-,  Papier- und Hintergrundvarianten, die sehr dekorativ nebeneinander gerahmt aussehen.

Jimi Hendrix

Jimi Hendrix

Jimi Hendrix konnte einfach alles in Klang verwandeln:  seien es heranrasende Züge, zersplitterndes Glas, bockende Pferde, Berührungen, Wut, Zähneknirschen oder vielfarbige Kometenregen.  Ein solch zügelloses Talent wie er schien einem anderen Sonnensystem entsprungen zu sein.

Für das Porträt wählte ich ein altes Foto, welches ihn auf dem Höhepunkt seiner Karriere in einem wilden Zigeunerlook zeigt: verspielt, psychedelisch, flamboyant, cool.  Die Zeichnung erstellte ich mit verschiedenen Faber-Castell Bleistiften in den Stärken HB bis 8B, bei denen ich auf eine rundliche Spitze achtete.  Für die großflächigen Arbeiten, z.B. die Haare und einige Schattenpartien benutzte ich einen Graphitstift. Dieser ist ergiebiger als ein Bleistift, kann aber auch leichter brechen.  Die Bruchstücke bewahre ich jedoch immer auf, denn auch mit ihnen kann man noch sehr gut arbeiten.  Einer meiner Lieblingssongs von Jimi Hendrix ist das fulminate „Red House“, an dessen „Wand“ er sich hier lehnt und dessen Text in die Zeichnung eingearbeitet ist.

Die roten, wie in Schwerelosigkeit schwebenden und stürzenden Frauen erinnern ein wenig an das Cover „Electric Ladyland“.  Diese sind mit intensiv roter Kreide von Lyra vorgezeichnet und anschließend mit Wasser vermalt.  Dies ergibt einen dramatischen und temperamentvollen Eindruck, der im Gegensatz zu der Coolness des eigentlichen Porträts steht.  Für das Passepartout in der Grösse 40 x 50 cm suchte ich fein strukturierte, matt weiße Pappe aus und für den Rahmen eine schmale, schwarze Variante.

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