"10 Jahre Markt 9" Gästebuch Kunstverein

"10 Jahre Markt 9" Gästebuch Kunstverein

Ja, das damalige Experiment „Markt 9“ glückt und zwar bis heute! Bei dem Event des hiesigen Kunstvereins „10 Jahre Markt 9“,  in eben diesem Domizil, hat der Vorsitzende RA Bernhard Schulte die echte kleine Erfolgsgeschichte des  Kunstvereins in seiner Begrüssungsansprache auf den Punkt gebracht. Um 15:00 Uhr eröffnet offiziell die Ausstellung, zu der 41 Künstler des Vereins jeweils ein Exponat beigesteuert haben.  Es sind so viele Gäste gekommen, dass wir gar nicht alle in die Galerie hineinpassen, sondern hinausgebeten werden, auch der Redner, wir stehen unter den großen weißen Sonnenschirmen und beinahe alle Wichtigen sind da.  Wer jetzt also mal Lust hat, einen netten Ausflug in das schöne Bergische Land zu machen und u.a. mein dort präsentiertes Porträt von Julian Sas  anzuschauen, der kann sich dann mal über das innerstädtische Kopfsteinpflaster mitten in den “alten Kern” Wermelskirchens und  zu dem typisch bergischen Fachwerkhaus Markt 9 hinbegeben.

"Julian Sas" - in der Gemeinschaftsausstellung Markt 9

"Julian Sas" - Gemeinschaftsausstellung Markt 9

Denn dort kann man sich nicht nur jetzt, sondern sowieso generell mit „Kunst und Künstlern aus Wermelskirchen“ ( und nicht nur das ) auseinandersetzen. Beeilen braucht man sich momentan  nicht so sehr, denn die Jubiläums- Ausstellung gibt es noch eine Zeitlang zu sehen, nämlich bis zum 24.05.2010. Außerdem gibt es diesmal auch einen schönen Katalog, in dem sich die Künstler mit Kurzporträt und ihrem Werk vorstellen, für eine Schutzgebühr von 5 Euro.

Julian Sas: „I take what I want“

Julian Sas: „I take what I want“

Ja klar, Julian Sas. Seine Auftritte stehen für virtuose Qualität, intensive Präsenz und kommunikative Kraft. Darum muss er bei mir als „Motiv“ auch gleich mehrfach herhalten. Ein weiteres Porträt von ihm gibt es zum Beispiel hier  ( klick ) zu sehen. Und wer mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, der weiß, dass ich mich immer mit einer besonderen Hingabe auf Portraits stürze, bei denen man, wie hier, einen echten „Typen“ malen oder zeichnen kann. Das ist einfach nur Spaß pur.

Für diese Zeichnung von Julian habe ich warme Farben ausgesucht, mit denen seine mobilisierende Energie, speziell in dieser Momentaufnahme, noch unterstrichen wird, nämlich: Siena gebrannt, Antrazith, etwas Krapplack, Terracotta, Lichter Ocker, Indisch Gelb, Elfenbein und Weiss. Als Grundlage suchte ich ein hochwertiges, cremefarbenes Papier mit einer leichten Struktur aus, das es zum Beispiel von Schleicher und Schüll zu kaufen gibt. Darauf sieht auch ein freier Aquarellauftrag mit wasservermalbaren Aquarellstiften, wie hier zu sehen, gut aus. Auch hier habe ich nach Fotos gearbeitet, aber ich habe natürlich auch wieder Dinge hinzugefügt, die so auf den Fotos nicht zu sehen sind, wie zum Beispiel der fließende, ungegenständliche Hintergrund mit den stilisierten Frauengesichtern. Das sind oft nur Kleinigkeiten, die aber bei dem Gesamteindruck des Bildes eine wichtige Rolle spielen. Wie sagte Oscar Wilde? „Jedes Portrait, das mit Gefühl gemalt wurde, ist ein Porträt des Künstlers, nicht dessen, der ihm dafür gesessen hat.“

Dieses Portrait von Julian Sas ist im Original 30 x 40 cm groß, hat ein cremefarbenes Passepartout und einen goldfarbenen Metallrahmen. Dies  gibt es auch als hochwertigen Druck in der Größe 40 x 50 cm auf edlem Bütten – Papier, dazu ein Passepartout und Rahmen nach Wunsch.

Julian Sas am 08.11.2009 in Viersen

Julian Sas am 08.11.2009 in Viersen

Ja, das kommt davon, wenn man, wie ich, auf dem beeindruckende Konzert von Julian Sas am 08.11.2009 in Viersen war, bei dem mein „Old Friend“ Tony Joe G. einige hervorragende Fotos schoss. Eines von diesen gibt mir jetzt hier die freihändige Vorlage zu dem Portrait von Julian Sas.   Denn beim Portraitieren beginne ich immer mit einer Idee, die mich leitet und kleinen Skizzen, oder kleinen Ausschnitten aus Fotografien. Dadurch ist dann das „Gerüst“ schon da, allerdings muss ich dazu auch noch sagen, dass meine Bilder nie bis ins Kleinste geplant sind. Ich gebe dem Material gerne einen Raum, oder das Material gibt mir einen Raum, wir sind sozusagen im Dialog. Dieser Dialog besteht aus vielen Hunderten von Bleistiftstrichen auf der zu Beginn „leeren“ Papierfläche, die manchmal leicht, aber manchmal auch mit gut dosierter Kraft ausgeführt werden müssen. Denn ich möchte damit Teilflächen sowohl luftig und hell, als auch tiefschwarz und verdichtet bekommen. Und dann auch noch meinen persönlichen Stil hineinzaubern. Der hier in dieser Szene in Maßen freie Strich bringt Unregelmäßigkeiten und Lebendigkeit in die Zeichnung und eine künstlerische Note ins Spiel. Viel von seinem Reiz bezieht dieses Portrait aus den irrealen, spielerischen Aquarellwolken in Blauvarianten, durch welche obendrein frei gezeichnete Assoziationen schweben.

Ja, Zeichnen hat, je nach Motiv und Intention, etwas mit Kraft, Geduld, Willen und Planung zu tun. Man muss wissen, was man tut. Um damit dem Betrachter zu vermitteln, was man durch das Bild ausdrücken oder mitteilen möchte. Und um manchmal sogar selbst darüber zu staunen, was der Strich so alles vermag….

Dieses Portrait ist im Original 30 x 40 cm groß, hat ein lichtgraues Passepartout und einen grauglänzenden Metallrahmen. Es gibt dieses Porträt auch als hochwertigen Druck in der Größe 40 x 50 cm auf edlem Papier, dazu ein Passepartout und Rahmen nach Wunsch.

Julian Sas in Viersen

Julian Sas in Viersen

Oh ja, die Hütte brennt! Aber zunächst einmal: ja, es ist alles wahr, was jemals über die sagenhaften Live-Qualitäten von Julian Sas, Tenny Tahamata und Rob Heijne geschrieben wurde. Der fast schon hagere Rob mit seinen muskulösen Armen lächelt während der Schwerstarbeit an den Drums zumeist derart herzlich, dass man schon vom Hingucken gute Laune bekommt. Auch Julian freut sich zusammen mit Tenny ununterbrochen über den schönen Abend. Ja, Grund zur Freude haben die drei reichlich, schon der tosende Auftrittsapplaus der knapp 200 Zuschauer im Saal Birgit in Viersen ist ein klares akustisches Signal der grenzenlosen Begeisterung –  hier wird Musik geliebt, es wird gerockt und jawohl, gleich auch mitgesungen. Das hat etwas vehement Mitreißendes, und natürlich hopse ich ( und nicht nur ich ) schon gleich zum ersten Song Front of Stage. Denn was hier passiert, ist einfach grandios, und es passiert wie eine große Welle, die zwar erwartet ist – denn wer Julian Sas kennt, wartet quasi darauf, dass ihn diese Welle wie aus dem Nichts heraus überrollt und mitnimmt. (weiterlesen…)

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